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Monday, August 28, 2006

zurück von 4 tagen wellness auf dem medina

jedes jahr gibt es 2x ein "medina" (spätwinter und august), neben dem mekka eine zweite möglichkeit, andere stempler in deutschen landen zu treffen. es findet statt in bielefeld und wird organisiert vom liebsten aller nordbären:))
ich war dieses jahr zum ersten mal da und es hat mir einen riesigen spaß gemacht. genauer gesagt: so stelle ICH mir "wellness" vor. das ist ja ein wort, mit dem man heute eingeschweißte schweineborsten verkaufen kann, will sagen, hauptsache es steht irgendwo "wellness" drauf, muss es toll sein und verkauft sich. ich habe leicht allergische anwandlungen gegen diesen inflationären begriff, aber dem medina würde ich dieses attribut umgehend verleihen: SO stelle ich mir entspannung pur vor! gut-gehen-lassen auf der ganzen linie!
die rahmenbedingungen schafft wie gesagt der nordbär, ein urgestein in der deutschen stempelgemeinde. er sorgt für das tolle quartier am rande von bielefeld (idyllisch gelegen gleich neben einem wald, wo ich übrigens zum ersten mal aronstab life gesehen habe, kannte ich sonst nur von bildern. überall die roten früchte dieser pflanze als bunte tupfer auf dem waldboden.)

wie laufen die 4 tage ab? die meisten der ca. 55 stempler(innen/ v.a.) kommen am donnerstag an und ab da kann man machen was man will. als neuling kriegt man erstmal von nordbär alles gezeigt. auf dem nachtkästchen liegt neben einem betthupferl ein medina sonderstempel (s. foto). vorbereitet sind in einem großen und kleineren raum tische, wo jeder einen platz belegen und seine utensilien ausbreiten und liegen lassen kann. dann gibts da leute, die stempeln von aufstehen bis weit nach mitternacht... gut, ich habe nicht kontrolliert, ob sie das ununterbrochen machen *g*, aber man kann als faule socke (wie ich das bin) auch (fast) gar nix tun. dann ratscht man eben mit anderen stemplerinnen, geht rum und kuckt den fleißigen über die schulter (und staunt bauklötze; gute tipps sind immer zu bekommen) und stellt zum x-ten mal getröstet fest, dass wir alle die gleiche macke haben (ein extrem mutiertes sammlergen). vormittags hat man die gelegenheit, in einem verkaufsraum im keller von deutschen händlern ein bisschen was zu kaufen (ist natürlich nicht annähernd mit dem mekka zu vergleichen, aber hier gehts ja um ganz was anderes). nachmittags und abends kann man an workshops teilnehmen (oder auch hier nur über die schultern schauen; ich war wirklich extrem faul *g*). von den socken war ich vor allem von den ergebnissen des schnitzkurses, aber abends kann ich nicht mehr so gut kucken als dass ich mich nicht ärgern müsste, deswegen habe ich auch hier nur zugeschaut. die workshops werden in der regel veranstaltet von den anwesenden händlern.

wie ich schon sagte, selber hab ich fast nix gemacht (ein bisschen genäht am led zep buch, aber v.a. auf der zugfahrt) - ich bin kein typ, der in gesellschaft viel zustande bringt, ich bin wesentlich kreativer alleine. ich müsste mir wahrscheinlich zu hause schon genau überlegen, was ich machen möchte (um auch das entsprechende material mitzunehmen - nächstes problem bei einer zugfahrt), und das liegt mir nicht. wenn ich mir was überlege, muss ich es direkt machen, ich mag es nicht aufschieben. - aber das schöne ist ja eben, jeder kann wie er/sie mag... leben und leben lassen...

toll war, dass ich mich mit einigen leuten wirklich mal näher unterhalten konnte, die ich sonst nur oder hauptsächlich von mails her kannte. es ist schön, bestimmten namen auch gesichter zuordnen zu können (werd hoffentlich bis zum nächsten medina nicht wieder alle vergessen;). und es waren wirklich sehr nette gespräche. gut, man kann nicht alle kennenlernen - muss ja auch nicht sein.

EINEN stress gibt es allerdings auch auf dem medina: kaum ist man von einem (guten) essen aufgestanden, droht schon das nächste;) ohne gewichtszunahme kommt man aus dieser nummer kaum raus (außer man ist/isst extrem diszipliniert). aber da ich normalerweise die familienverköstigerin bin, habe ich es extrem genossen, mal nicht essen planen und kochen zu müssen. und man muss auch nicht auf die uhr schauen, wann es essen gibt... man folgt einfach der herde;)

summa summarum: es war ein superschönes wochenende!! sonntag löst sich dann nach dem mittagessen die gemeinde nach und nach auf. viele der stemplerinnen gingen mit bergen von neukreationen nach hause, ich mit dem gefühl, mal wirklich wieder relaxt und viel gelacht zu haben. jedenfalls sind meine zimmergenossin und ich schon wieder angemeldet zum nächsten medina... *freu*!

2 comments:

  1. Johanna, danke für den ausführlichen und witzigen Bericht ;-) War mir bisher garnicht bekannt, wieder was gelernt! creani

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  2. Hallo Johanna, ich habe gerade ein paar Fotos vom Medina in meinen Blog geladen und da so eine geniale Beschreibung geliefert hast, habe ich dich auch verlinkt! Liebe Grüße, Siggi

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